Die Vampire
![]()
Legende, Mythos, Wahrheit
Länderspiel
Legenden über Vampire und Werwölfe aus den verschiedenen Ländern sind zahlreich und weitaus verbreitet, aber auch sehr unterschiedlich in den Überlieferungen. Allein die Bezeichnung der Vampire oder des Werwolfs unterscheidet sich oftmals grundlegend. Hier erfahren Sie, was es mit den einzelnen Namen für die Geschöpfe der Nacht auf sich hat und warum ein Werwolf sich aus dem alten Begriff Wer - also Mann und eben dem Wolf zusammensetzt und weßhalb der Mond eine so große Anziehungskraft auf die Vampyre oder die Werwölfe hat.
Vampire in anderen Ländern
Der Vampir selbst ist ein Nachtlebendes Geschöüpf, meist als wiederauferstandene Leiche bekannt, die Tier oder Menschenblut als Nahrungsquelle nutzt. Da es so viele Sagen über dieses Wesen gibt, und die exakte Herkunft sich zwar vermutlich in Südosteuropa siedelt, gibt es aber dennoch in anderen Ländern weitläufig andere Bezeichnungen für den gleichen Schrecken der Nacht.
Upir
In der frühen Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts war aber in der Ukraine oder in Polen auch der Name Upir geläufig. Das Wort - pir - umschreibt dabei schon ein geflügeltes oder zumindest gefeddertes Wesen, eindeutig ein Hinweis auf die Fähigkeit des Vampires zum Flug. Zusaätzlich finden sich in Westrußland die Orte Upiry und Upirow. Deren Einwohner brüsten sich damit, von Vampiren abzustammen. Also sollten Sie bei einem angestrebten Urlaub in jenen Regionen immer Knoblauch mit sich tragen.
Strigoi
Der Vampirglaube des rumänischen Volkes bezeichnete Vampire hinlänglich als Strigoi. Der Wortstamm strix bedeutet soviel wie Hexe. Weiterhin prägnant und einzigartig ist die Unterteilung des Fluches in Strigoi Morti und Strigoi Vii. Hier läßt sich auch die lateinische Herkunft der Rumänischen Sprache nicht weiter verleugnen. Während die Strigoi Morti demnach also die verdammten Toten sind - uns als Vampire bekannt, steht den Strigoi Vii der Fluch des ewigen Lebens noch bevor. Sie sind die zu Lebzeiten Verfluchte, die nach ihrem Tod zu Vampiren werden müssen. Gründ für die Verfluchung können mannigfaltig sein und basierten auf finsterstem Aberglaube, wie Deformationen bei der Geburt oder andere optische Aspekte der Erscheinung.
Vampirismus
Weitere bekannte Variationen sind unter anderem die griechischen Vampire, die sogenannten Wrukolakas, welche aber eher einem Dämonen gleichten als sie menschlicher Herkunft waren. Geschichtlich interessant ist hierbei allerdings ein späterer Vertreter der wissenschaftlichen Zunft Jean-Jacques Rousseau, welcher in seinem Vampir Mythos innerhalb des 18. Jahrhunderts folgende bemerkenswerte Dinge schrieb: "Wenn es je in dieser Welt eine bewiesene und geprüfte Geschichte gegeben hat, dann ist es die der Vampire. Es mangelt an rein garnichts. Von offiziellen Berichten über Zeugenaussagen der Gewährspersonen, von Chirurgen oder gar von Priestern und von Richtern: die Beweise sind vollständig.
In Deutschland selbst befindet sich der Begriff „Vampir“ seit etwa 1720 in Umlauf, d. h. seit den ersten Berichten über die so gbekannten serbischen Vampire wie Kisolova und Medveca. Außerdem sind sie auch unter dem Begriff Wiedergänger bekannt, eine Referenz auf das Leben nach dem Tod.
Nicht zu verwechseln mit den Vampyren ist der Guhl, welcher lediglich einen Diener des Vampires darstellt und durch dessen Blut gefügig gemacht wurde bis in den Tod. Zwar haben einige dieser Kreaturen gewissen geringe Kräfte, aber sie sind nichts im Vergleich zu ihrem untoten Meister.