Die Vampire

        Legende, Mythos, Wahrheit

BloodRayne

Ein Kanadisch Deutscher Horrorfilm und damit auch die Umsetzung für die Leinwand des bekannten Computerspiels. Wer den Film nicht kennt horcht auf, wenn er unter den Darstellern klanghafte Namen wie Ben Kingsley, Michael Madsen oder Kristanna Loken sieht. Auch ein Budget von 25 Millionen Dollar klingt erst einmal rein für die Statistik gut und lässt auf mehr hoffen. Leider führt Uwe Boll Regie und mal ehrlich, hätte man Boll 1 Milliarde Dollar gegeben, freie Schauspielerwahl und den Herr der Ringe als Leitwerk, er hätte es verhunst, wie nur er es verhunzen kann. Die Dialoge sind weltfremd, die Story sucht bis zum Ende ihren Sinn (und wird nicht fündig) und der Zuschauer sehnt sich danach, seine Eckzähne in Uwe Bolls Hals zu schlagen...oder zumindest die Faust in dessen Gesicht.

Film trifft euch kritisch!

Aber gut, kommen wir zum Inhalt.

Die zugegebener Maßen hübsche Rayne ist ein Dhampir (Oh my god) und somit halb Mensch, halb Vampir, wird im Zirkus gehalten und als sie auch noch ein Schäferstündchen mit ihren Wärter halten soll, rastet sie aus und veranstaltet ein Massaker. Nach dem Blutrausch hört sie von sagenhaften Relikten. Herz, Rippe und Augen eines mächtigen Vampirs sollen die Macht über Menschen bringen (was auch sonst). Rayne gelingt es, das Auge in einem Kloster aufzutreiben und absorbiert es. Danach ist sie immun gegen Wasser (was sicherlich die hiesigen Wasserwerke erfreut und die Duschkosten senkt). Ihr Widersacher Kagan, gespielt von Ben Kingsley, ergreift sie allerdings und verschleppt sie. Zum Glück wird sie erneut befreit von der Brimstone Society und in deren Hauptquartier wird sie ausgebildet und sinnt auf blutige Rache. Auch hier sei angemerkt, dass die Klingen der werten Dame mehr als billig anmuten und die Kampfkunst sicherlich Kindergartenkinder erschaudern lässt, mehr aber auch nicht. Gäbe ich Uma Thurman ein Katana in die Hand, würde sie keine 95 Minuten brauchen, um mit jedem dort kurzen Prozeß zu machen.

Nebenbei, 25 Millionen Dollar Budget und in Amerika 3,5 Millionen eingenommen spricht schon für sich. Kristanna Loken kann da auch mit ihrer Erscheinung nichts mehr retten. Generell lag es auch nicht an den Schauspielern, aber selbst Kampfszenen wirken träge, die Story plätschert ohne Raffinesse dahin auf einer Woge ewig währenden Schrotts und auch ab und an vermutlich durch Zufall gut gewählte Kulissen vermögen kein Lächeln auf gepeinigte Kinobesucher zu zaubern. Wer da untot und somit unsterblich ist, hat immerhin keine Lebenszeit verschwendet. Wir Menschen allerdings werden daran noch lange zu knabbern haben.