Die Vampire
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Legende, Mythos, Wahrheit
Biss zur Mittagsstunde
Edward Cullen (Robert Pattinson) und Bella (Kirsten Stewart) sind zurück und dieses Mal wird noch mehr gefunkelt, aber auch die Action steigt, verbunden mit den Special Effects und der Spielfilmdauer. Die Tragik einer Vampirromanze beginnt ein neues Kapitel und die Liebe der beiden wird auf eine harte Probe gestellt. So wird auch direkt die Parallele zu Romeo und Julia genutzt, der Tragödie schlechthin, welche die beiden im Unterricht betrachten. Dank Edwards Unsterblichkeit sitzt auch dieses Werk perfekt. Als perfekt vermag man zwar die Schauspielkunst nicht zu betiteln, aber dem Zuschauer wird klar, dass hier einige Akteure dazu gelernt haben. Auch Robert Pattinson tritt konsequenter und ernster in seiner Rolle als Vampir auf als beim ersten Teil Twilight. Der tragische Ausdruck wird allerdings auf eine harte Probe gestellt. Denn der Film dem Film fehlt es einfach an Tiefgang um wirklich seelisch mitzureißen. Merkwürdiger Weise werden, um die Melancholie und Trauer präsenter zu machen, selbst Actionszenen weitestgehend mit langsamer, dahin plättschernder Musik untermalt. Der Twilight Soundtrack war weitaus besser gelungen. Dank Variation und einigen wirklich guten Songs reißt er einfach mehr mit.
Mit New Moon ist ein weiterer Vampirfilm in den Kinos erschienen und Abertausende versuchten Tickets zu bekommen. Was bleibt ohne den Hype, wenn der Vorhang fällt? Schauen wir es uns doch einmal näher an. Mit Argusaugen oder gar Vampiraugen, wenn Sie so wollen.
Twilight New Moon
Beginnen wir mit der entscheidenden Szene des Beginns, Bellas Geburtstagsparty, veranstaltet vom Cullen Coven , insbesondere Alice, zu ihrem 18 Geburtstag. Neben schönen Geschenken schneidet sie sich leider auch. Jasper kann sich nicht mehr halten und entscheidet sich für einen kleinen Happen. Edward vereitelt dies zwar, aber der Familie wird die Gefahr bewusst und kurzer Hand verlassen sie Forks, Washington. Warum der, an dieser Stelle kurz auftretende Anführer des Wolfsrudels halbnackt durch die Nacht streunt und Bella nach Hause bringt, nachdem Sie den Irrungen des nächtlichen Waldes in ihrem Schmerz orientierungslos erliegt hinterfragt allerdings niemand.
Bella Swans Herz zerbricht und sie sucht Zerstreuung. Sie findet Ablenkung in Jacob Black (Taylor Lautner) ihrem alten Kameraden. Er bringt ihr Wärme und neues Leben. Leider ist, wie so oft in ihrem jungen Leben nichts wie es scheint, denn Jacob gehört den Quileute an und ist somit sozusagen ein Werwolf. Es wirkt zwar sicher für 12 jährige Mädels schön, wenn die Wolfsleute nur noch mit Shorts durch die Gegend rennen, inwieweit dies zur Tarnung im stürmischen Herbst allerdings förderlich sein soll ist zu bezweifeln. Und JA, klar, sonst geht die Kleidung bei der Verwandlung kaputt…die Hose bleibt aber auch intakt!
In ihrem Adrenalienrausch (und da sie von fantastischen Wesen umgeben ist) springt Bella Swan beherzt eine Klippe hinab in die brausenden Meereswogen und überlebt das mit Glück und der Hilfe Jacobs. Das zeitgleich Alice Cullen die gesehene Vision als Bellas Abgang deutet wird kurz darauf klar. Frei nach Shakespeare entscheidet sich somit auch Edward, seinem unsterblichen Leben ein Ende zu bereiten und tritt den Volturi gegenüber, einer alten Vampirsippe. Beseelt von seinem eigenen Untergang wünscht er, dass die Volturi, allen voran Aro, ihn erlösen. Da diese seine Bitte abschlagen, gedenkt er, sich während eines Festes der Welt zu zeigen…bei Sonnenschein. Isabelle, rechtzeitig mit Alice eingetroffen, kann das verhindern und nachdem auch den Volturi klar wird, dass Bella bald ein Vampir sein wird, sehen sie davon ab, diese zu töten. Schließlich weiß sie einfach zu viel. Bella will nun, wie schon zu Beginn des Films endlich auch ein Vampir werden, doch Edward sträubt sich noch immer. Nach einer Abstimmung der Cullens wird aber klar, dass mehr dafür sind als dagegen. Doch Edward hat noch eine Bedingung, wenn er sie selbst verwandeln soll. Die Hochzeit.
Damit endet Twilight New Moon. Wirklich packend ist er leider nicht, an Potential wäre weitaus mehr im Buch gewesen. Leider gelingt es einfach nicht, die Vampir Story mitreißend zu gestalten. Oftmals rieselt sie vor sich hin, wie die Musik in unseren Ohren.