Die Vampire
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Legende, Mythos, Wahrheit
Kapitel III
SEITE XXXVIV
Vampirgeschichte von Vampiren, Werwölfen und anderen Wesen der Dunkelheit. Lesen Sie biss zur Mitternacht, oder länger, wenn sie ein Vampir sind ;-)
Verwandlung
Den ersten Tropfen ließ sie auf Jakes Lippen fallen, welcher auf dem Boden lag. Nun hielt sie ihm ihren blutenden Arm entgegen und Jake fing, völlig von Sinnen, zu trinken an. Sein Körper schien zu zerreißen, aber er konnte nicht schreien. Alles, was er tat, war zu trinken, um den unglaublichen Durst in seiner Kehle zum Versiegen zu bringen. Endlich klärte sich Jakes Blick wieder. Carmen kniete vor ihm und er hielt ihren rosa gefärbten Arm und trank ihr Blut. Er ließ den Arm loss und begann zu schreien. Ein Schrei des Zornes, der Verleugnung und des inneren Schmerzes. "Nein", halte es selbst noch durch die weit entfernten Gänge des komplexen Kellergewölbes. Aber niemand schenkte dem langen, verzweifelten Schrei des armen Mannes Beachtung. Niemand bis auf Carmen, welche langsam auf ihn zuging, um Jake in den Arm zu nehmen. In seinem jetzigen Zustand war dieser dankbar für ihre Nähe. So hielt er sie mit all seiner Kraft fest umklammert, dann glitt er in das Reich der Träume.
Havoc befand sich auf dem Rückweg zu seiner Behausung. Er kam gerade eben von einer Unterredung mit dem Prinzen. Es waren zwar zwei Tage vergangen, bis er endlich eine Audienz bekommen konnte, aber es war nötig. "Dieser naive Stümper" erinnerte sich Havoc amüsiert. Er hatte überhaupt keine Ahnung, warum Havoc untertänigst darum bat, die Stadt bald für kurze Zeit verlassen zu dürfen. "Wenn eure alchemistischen Nachforschungen euch nach England führen, will ich dem dieses Mal nicht im Wege stehen", hatte der Idiot gesagt. "Alchemistische Nachforschungen", lachte Havoc belustigt auf. Der Prinz war so leicht zu hintergehen, deswegen gehörte er auch nicht auf den Thron dieser Stadt. Dieser Platz war für Havoc bestimmt, und die Schriftrolle würde es ihm endlich ermöglichen, diesen Platz einzunehmen. Sobald er sein Heim erreicht hatte, durchschritt er seinen Garten und ging hinter das Haus. Dort warteten bereits einige finstere Gestalten, versteckt in den dunklen Schatten der großen Bäume. Doch Havoc entdeckte sie, schließlich war er ein Wesen der Nacht.