Die Vampire

        Legende, Mythos, Wahrheit

Kapitel I

SEITE VIV


Vampirgeschichte von Vampiren, Werwölfen und anderen Wesen der Dunkelheit. Lesen Sie biss zur Mitternacht, oder länger, wenn sie ein Vampir sind ;-)

Stadt der Träume

Draußen war es recht kühl geworden, und sein Mantel flatterte in dem kalten Wind als wäre er mit eigenem Leben erfüllt. Die Straßen waren noch immer mit zahlreichen Autos überfüllt und die lauten Motorengeräusche verursachten bei dem erschöpften Jake Kopfschmerzen. Jake entfernte sich genervt von China Town und seinen lauten Straßen. Wenn er heute schon wieder dieses chinesische Zeug in sich hineingestopft hätte, wäre ihm bestimmt übel geworden. Nachdem er die hektischen, belebten Straßen völlig hinter sich gelassen hatte, betrat er eine U-Bahnstation nicht weit von seinem Zuhause entfernt. Jake benutzte die Underground häufig, schließlich waren ihm die Straßen viel zu stressig geworden. Diesmal fuhr er in Richtung Central Park. Barry, ein guter Kumpel, hatte ihm gestern von einer neuen Entdeckung in der Nähe des Parks berichtet. Ein Nachtclub, dessen Name schon seit einiger Zeit in gewissen Kreisen seine Runde machte. Auch die U-Bahnstation sah dreckig und alt aus. Die wenigen Mülltonnen quellten bereits über und etliche Graffitis beschmutzten die Wände. Jake mußte zum Glück nicht lange warten. Nach lautem Rauschen und Rattern kam die Bahn mit ohrenbetäubendem, schrillem Quietschen zum Stillstand und die Türen öffneten sich.

Die Fahrt in der U-Bahn war schnell wieder vorbei, und das ohne irgendwelche Zwischenfälle. Das grenzte fast an ein Wunder, dachte Jake, denn zu dieser Zeit krochen gerade die finstersten und übelsten Gestalten aus ihren Löchern. Eine halbe Stunde später ging er die First Avenue entlang, welche im nördlichen Teil von Manhatten lag.

Die wenigen mageren Bäume, die sein eingeschränktes Blickfeld wahrnehmen konnte, zeigten bereits die verschiedensten Rot- Gelb- und Brauntöne, welche ein so typisches Bild für den Herbst waren. Das heruntergefallene bunte Laub bedeckte schon einen großen Teil der Straße und des Bürgersteigs. Es war recht spät geworden, etwa halb-elf, und Jake konnte niemanden auf den nächtlichen Straßen entdecken, und so ließ er seinen Blick noch ein wenig durch die Gegend schweifen. Die Straßenbeleuchtung war in diesem Teil der Stadt nicht besonders gut. Etliche Laternen flackerten, und ein paar waren schon ganz erloschen. Zu seinen Seiten schossen alte, baufällige Gebäude in den Himmel. Er vergrub gerade seine Hände in den Manteltaschen und versuchte, sich diese heruntergekommene Straße am Tag vorzustellen, da ertönte aus der linken Gasse ein lauter Schuß und kurz darauf ein Kreischen. Erschrocken drehte Jake sich um und schaute in die düstere Seitenstraße.